Immer mehr Burnout-Fälle -
warum?
Warum tritt das Burnout-Syndrom gerade in der letzten Zeit so
massiv auf, bzw. warum war dieses Phänomen noch vor wenigen
Jahren quasi unbekannt?
Da die Ansprüche der Arbeitgeber an ihre Untergebenen immer
höher wird, muten sich diese meist viel zu viel zu. Das Privatleben
der meisten Menschen ist auch nicht gerade stressfrei. Der Kreislauf,
dass ein unbefriedigender Arbeitsplatz natürlich auch das
Privatleben belastet, wird meist kaum durchbrochen. Die erkrankten
Personen haben häufig das Problem, dass sie auch zu Hause
nicht abschalten können und ständig überaktiv sind.
Dabei trifft dieses Problem sowohl Männer als auch Frauen,
aber meist aus unterschiedlichen Gründen.
Warum bekommen
Menschen ein Burn-out?
Frauen, die unter dieser Krankheit leiden, sind meist doppelten
Belastungen ausgesetzt. Wenn sie Vollzeit arbeiten, aber daheim
noch Mann und Kinder versorgen müssen, bleibt häufig
keinerlei Zeit mehr für Erholung. Da auch die Kinder immer
mehr Freizeitaktivitäten haben, müssen Eltern sie oft
mit dem Auto zu Vereinen oder Schulungen fahren. Dieser Stress
hat in den letzten Jahren auch immer mehr zugenommen.
Männer kommen häufig nicht damit zurecht, dass viele
Betriebe Überstunden anordnen und den Leistungsdruck permanent
erhöhen.
Um für die Familie sorgen zu können, wachsen
sie förmlich über sich hinaus und arbeiten immer mehr,
anstatt einmal eine Auszeit zu nehmen. Oft können Infektionskrankheiten
nicht richtig auskuriert werden, da Arbeitgeber vehement Druck
bei Krankheit machen. Aber gerade Infektionskrankheiten sind häufig
ein Auslöser für ein Burn-out. Dadurch, dass der Körper
durch den zusätzlichen Infekt vollkommen seine Leistungsfähigkeit
verliert, wird die Bahn sozusagen für das Burn-out-Syndrom
freigemacht.
Warum tritt das Burn-out-Syndrom gerade in der letzten Zeit
so massiv auf?
Immer mehr Menschen haben über Jahre oder Jahrzehnte hinweg
nicht auf ihren Körper gehört. Zeitgleich sind die Ansprüche
der Umwelt immer höher geworden. Die Technisierung hat nicht
für mehr Freizeit, sondern für noch mehr Stress gesorgt.
Auch die Ernährung spielt eine maßgebliche Rolle. Wer
sich fast ausschließlich von Fast Food und Kantinenessen
ernährt, hat meist Mangelerscheinungen. Da gerade bestimmte
Mineralien und Spurenelemente für die Nerven wichtig sind,
leiden diese besonders. Ein erhöhter Konsum an Koffein und
Nikotin wird auch als Auslöser in Erwägung gezogen.
Insgesamt ist es vermutlich die Konsequenz von ungesunder Ernährung
in Kombination mit Überarbeitung, Schlafmangel und privatem
Stress.
Warum war das Burn-out-Phänomen noch vor wenigen Jahren
quasi unbekannt?
Dadurch, dass vor allem einige bekannte Sportler mit dieser Krankheit
an die Öffentlichkeit gegangen sind, wurde ein Burn-out quasi
gesellschaftsfähig. Was sonst lapidar unter Erschöpfung
oder Depressionen gehandelt wurde, bekam einen neuen Namen. Dieser
hat wohl auch dazu geführt, dass sich auch Männer zu
dem Syndrom bekennen. Die Krankheit an sich ist sicherlich nicht
neu, jedoch dürfte sie im letzten Jahrzehnt dank der genannten
Einflüsse stark gestiegen sein. Die allgemeine Reizüberflutung
und das Fehlen von Ruhephasen werden immer ausgeprägter.
Wer sich keine Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten
verschaffen kann, ist generell gefährdet. Vor allem sollten
Tätigkeiten der Entspannung dienen, bei denen Leistungen
völlig irrelevant sind. Denn sehr schnell kann auch ein Hobby
zu Erfolgsdruck führen. Auch den Ärzten ist dieser Trend
aufgefallen, sodass viel eher ein Burn-out-Syndrom in Erwägung
gezogen wird. Es werden mittlerweile für Mediziner spezielle
Schulungen über das Burn-out-Syndrom angeboten. Natürlich
hat auch dies dazu geführt, dass ein Burn-out anstelle einer
anderen Krankheit diagnostiziert wird.
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