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Immer mehr Fälle!


 

 


Immer mehr Burnout-Fälle - warum?

Personen

Warum tritt das Burnout-Syndrom gerade in der letzten Zeit so massiv auf, bzw. warum war dieses Phänomen noch vor wenigen Jahren quasi unbekannt?

Da die Ansprüche der Arbeitgeber an ihre Untergebenen immer höher wird, muten sich diese meist viel zu viel zu. Das Privatleben der meisten Menschen ist auch nicht gerade stressfrei. Der Kreislauf, dass ein unbefriedigender Arbeitsplatz natürlich auch das Privatleben belastet, wird meist kaum durchbrochen. Die erkrankten Personen haben häufig das Problem, dass sie auch zu Hause nicht abschalten können und ständig überaktiv sind. Dabei trifft dieses Problem sowohl Männer als auch Frauen, aber meist aus unterschiedlichen Gründen.

Warum bekommen
Menschen ein Burn-out?

Frauen, die unter dieser Krankheit leiden, sind meist doppelten Belastungen ausgesetzt. Wenn sie Vollzeit arbeiten, aber daheim noch Mann und Kinder versorgen müssen, bleibt häufig keinerlei Zeit mehr für Erholung. Da auch die Kinder immer mehr Freizeitaktivitäten haben, müssen Eltern sie oft mit dem Auto zu Vereinen oder Schulungen fahren. Dieser Stress hat in den letzten Jahren auch immer mehr zugenommen.

Männer kommen häufig nicht damit zurecht, dass viele Betriebe Überstunden anordnen und den Leistungsdruck permanent erhöhen.

Um für die Familie sorgen zu können, wachsen sie förmlich über sich hinaus und arbeiten immer mehr, anstatt einmal eine Auszeit zu nehmen. Oft können Infektionskrankheiten nicht richtig auskuriert werden, da Arbeitgeber vehement Druck bei Krankheit machen. Aber gerade Infektionskrankheiten sind häufig ein Auslöser für ein Burn-out. Dadurch, dass der Körper durch den zusätzlichen Infekt vollkommen seine Leistungsfähigkeit verliert, wird die Bahn sozusagen für das Burn-out-Syndrom freigemacht.

Warum tritt das Burn-out-Syndrom gerade in der letzten Zeit so massiv auf?

Immer mehr Menschen haben über Jahre oder Jahrzehnte hinweg nicht auf ihren Körper gehört. Zeitgleich sind die Ansprüche der Umwelt immer höher geworden. Die Technisierung hat nicht für mehr Freizeit, sondern für noch mehr Stress gesorgt. Auch die Ernährung spielt eine maßgebliche Rolle. Wer sich fast ausschließlich von Fast Food und Kantinenessen ernährt, hat meist Mangelerscheinungen. Da gerade bestimmte Mineralien und Spurenelemente für die Nerven wichtig sind, leiden diese besonders. Ein erhöhter Konsum an Koffein und Nikotin wird auch als Auslöser in Erwägung gezogen. Insgesamt ist es vermutlich die Konsequenz von ungesunder Ernährung in Kombination mit Überarbeitung, Schlafmangel und privatem Stress.

Warum war das Burn-out-Phänomen noch vor wenigen Jahren quasi unbekannt?

Dadurch, dass vor allem einige bekannte Sportler mit dieser Krankheit an die Öffentlichkeit gegangen sind, wurde ein Burn-out quasi gesellschaftsfähig. Was sonst lapidar unter Erschöpfung oder Depressionen gehandelt wurde, bekam einen neuen Namen. Dieser hat wohl auch dazu geführt, dass sich auch Männer zu dem Syndrom bekennen. Die Krankheit an sich ist sicherlich nicht neu, jedoch dürfte sie im letzten Jahrzehnt dank der genannten Einflüsse stark gestiegen sein. Die allgemeine Reizüberflutung und das Fehlen von Ruhephasen werden immer ausgeprägter. Wer sich keine Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten verschaffen kann, ist generell gefährdet. Vor allem sollten Tätigkeiten der Entspannung dienen, bei denen Leistungen völlig irrelevant sind. Denn sehr schnell kann auch ein Hobby zu Erfolgsdruck führen. Auch den Ärzten ist dieser Trend aufgefallen, sodass viel eher ein Burn-out-Syndrom in Erwägung gezogen wird. Es werden mittlerweile für Mediziner spezielle Schulungen über das Burn-out-Syndrom angeboten. Natürlich hat auch dies dazu geführt, dass ein Burn-out anstelle einer anderen Krankheit diagnostiziert wird.