Burnout feststellen und erkennen
Wie finde ich heraus, ob ich bereits an einem Burnout leide?
Ein Burnout kann jeden treffen, ganz gleich, welcher Berufsgruppe
jemand angehört. Wurde es früher oft als "Manager-Krankheit"
bezeichnet, handelt es sich heute um ein weitestgehend anerkanntes
Krankheitsbild, welches allerdings vermehrt in sozialen und gesundheitlichen
Berufsfeldern auftritt. Doch woran lässt sich erkennen, ob
bereits Symptome dieser Erkrankung vorhanden sind?
Nicht immer ist ein Burnout die eigentliche Ursache der Beschwerden,
denn je nach persönlicher Vorgeschichte kann ebenso eine Depression
oder eine posttraumatische Belastungsreaktion Auslöser der
Symptome sein. Da alle Krankheitsbilder zum Teil sehr ähnliche
Symptomatiken vorweisen, kann ein Laie nicht wirklich beurteilen,
um welches Krankheitsbild es sich letztlich handelt. Der Gang zum
Facharzt ist daher unumgänglich.
Ein Burnout entsteht sicherlich nicht
über Nacht, sondern entwickelt sich meist über einen
längeren Zeitraum.
Wer früh eventuelle Warnsignale wahrnimmt und entsprechend
beachtet, kann ein Burnout vermeiden. Doch genau diese Warnsignale
zu erkennen ist nicht immer einfach, denn ebenso verschieden,
wie ein Mensch sich verhält und auf Stress reagiert, ebenso
unterschiedlich sind die möglichen Symptome. Aufmerksam sollte
aber jede drastischere Verhaltensänderung machen.
Dazu können folgende körperliche und psychische Symptome
gehören:
Körperliche Beschwerden:
- Schlafstörungen
- starke Gewichtsveränderungen
- Infektanfälligkeit
- Schmerzen (zum Beispiel Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen)
- Kopfschmerzen/Migräne
- Nervenzusammenbruch
- Herzbeschwerden
Psychische Symptome:
- Rückzug aus sozialen Kontakten
- permanente Müdigkeit
- Erschöpftheit
- Antriebslosigkeit
- Depressionen
- Selbstzweifel
- Konzentrationsstörungen
- Vergesslichkeit
- Gereiztheit
- Aggressionen
- selbstschädigende Verhaltensweisen
- Suchtproblematiken
- Motivationslosigkeit
- Ängste/Panikattacken
- Verzweiflung
- Stimmungsschwankungen
All diese Symptome können auf ein mögliches Burnout
hinweisen. Da der Prozess fast immer schleichend ist, sollten
schon einige Dinge im Vorfeld aufmerksam machen, bevor mögliche
Symptome überhaupt auftreten. Dazu gehört zum Beispiel
auch das Gefühl, immer mehr leisten zu müssen und gleichzeitig
zu wenig Zeit für sich und die eigene Familie zu haben. Zwar
sind persönliche wie auch berufliche Erfolge zu verzeichnen,
dennoch wiegt die eigene Unzufriedenheit mit der beruflichen und/oder
persönlichen Lebenssituation immer schwerer. Menschen mit
einer Neigung zu Burnout sind oft leistungsorientiert und perfektionistisch.
Sie nehmen mehr und mehr Aufgaben an, um sich darüber Bestätigung
zu holen. Doch Körper wie auch Seele sind nur begrenzt belastungsfähig.
Ein Ausgleich in Form von Freizeitaktivitäten und Entspannung
ist notwendig, um den Alltag gut bewältigen zu können.
Ein erstes Warnzeichen ist also vor allem
die eigene Unzufriedenheit mit einer Lebenssituation. Hier
sollte bereits hinterfragt werden, woher diese Unzufriedenheit
rührt. Auch Menschen, die eine Art Helfersyndrom haben, sind
gefährdet. Ein Helfer kann nur dann helfen, wenn er für
sich selbst ausreichend sorgen kann. Da dies allzu oft vergessen
wird, sind gerade Menschen in sozialen Berufen, aber auch Mütter
und Hausfrauen gefährdet.
Burnout Test:
Unter http://www.burnout-fachberatung.de/burnout-test.htm
(externe Website)
können Sie einen umfangreichen Test durchführen, der Ihnen
aufzeigt, in wie weit Sie burnout-gefährdet sind.
Sind diese genannten Persönlichkeitsmerkmale gegeben, sollte
umsichtig mit der eigenen Energie umgegangen werden. Sind bereits
oben genannte Symptome vorhanden, ist in jedem Falle ein Gespräch
mit einem Facharzt ratsam um einen Zusammenbruch zu vermeiden. Denn
die schlimmste Form des Burnouts sind plötzliche Zusammenbrüche,
denen oft eine völlige Teilnahmslosigkeit folgt, gepaart mit
der Unfähigkeit irgendeine Entscheidung zu treffen. Selbst
die Entscheidung, etwas zu essen kann zur Qual werden. Diese schwere
Form des völligen Ausgebranntseins kann vorgebeugt werden,
wenn Symptome frühzeitig erkannt und behandelt werden.
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